Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten in der Ausbildungsphase

für Betriebe

Es gibt Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten, die Betriebe in der Ausbildungsphase unterstützen. Hier einige Informationen dazu... 

ein Flyer steht hier zum download bereit

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Ziel:

Programm zur Sicherung des Ausbildungserfolges

Zielgruppe:

Auszubildende, die ihr Ausbildungsziel wegen Schwierigkeiten in der Berufsschule eventuell nicht erreichen

Voraussetzungen:

Die Jugendlichen werden in einer abH-Maßnahme drei bis acht Stunden pro Woche bei einem Bildungsträger unterstützt durch:

  • Hilfestellung beim Erlernen von Fachtheorie und -praxis
  • ergänzenden Unterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten
  • sozialpädagogische Begleitung

Förderhöhe:

Agentur für Arbeit rechnet die Kosten direkt mit dem Bildungsträger ab

Besonderheiten:

  • abH kann auch in Anspruch genommen werden, wenn die Jugendlichen Probleme während einer Einstiegsqualifizierung haben
  • Agentur für Arbeit übernimmt die Kosten

Antragsstellung:

  • bei der Berufsberatung der örtlichen Arbeitsagentur
  • durch die Jugendlichen oder den Betrieb, falls dieser den Erfolg der Ausbildung gefährdet sieht

.(Flyer)

Informationen zur ausbildungsbegleitende Hilfen in Dithmarschen sind hier zu finden.

Einstiegsqualifizierung (EQ)

Ziel:

Vermittlung von Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz in ein Langzeitpraktikum

Zielgruppe:

unversorgte Jugendliche, die keine Ausbildungsstelle haben oder keine weiterführende Schule besuchen

Voraussetzungen:

  • das Unternehmen eignet sich als Ausbildungsbetrieb
  • die Auszubildenden besuchen die Berufsschule

Förderhöhe:

  • zur Entlohnung der/des Jugendlichen erhält der Betrieb eine monatliche Förderung in Höhe von 216 Euro
  • die Bundesagentur für Arbeit erstattet die Vergütung und die Sozialversicherungsbeiträge

Besonderheiten:

  • Der Betrieb schließt mit der Praktikantin bzw. dem Praktikanten einen EQ-Vertrag ab, der auch die Höhe der Vergütung festlegt.
  • Bestehende betriebliche Tarifverträge, die die Bezahlung eines Praktikums regeln, müssen eingehalten werden. Die Förderhöhe der Agentur für Arbeit beträgt auch dann maximal 216 Euro.
  • Beginn der EQ meistens zum 1. Oktober
  • Laufzeit mindestens sechs und höchstens zwölf Monate
  • mögliche Anerkennung von sechs Monaten des Praktikums auf die Ausbildungszeit

Antragsstellung:

durch den Betrieb beim Arbeitgeber-Service (AGS) der Agentur für Arbeit

Weiter Informationen sind hier zu finden.

externes Ausbildungsmanagement (EXAM)

Ziel:

  • Unterstützung von Betrieben, die sich bei der dualen Ausbildung, Berufsausbildungsvorbereitung (nach dem Berufsbildungsgesetz) sowie Einstiegsqualifizierung engagieren (gemäß § 243, Abs. 2, SGB III)
  • die Chance förderungsbedürftiger Jugendlicher auf einen Ausbildungsplatz soll erhöht werden

Zielgruppe:

  • Betriebe mit bis zu 500 Beschäftigten, die förderungsbedürftige Jugendliche ausbilden (gemäß § 245, SGB III)
  • Betriebe, die zum ersten Mal oder nach einer längeren Pause wieder ausbilden möchten

Voraussetzungen:

  • Förderungsbedürftig sind lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche, die aus persönlichen Gründen ohne Unterstützung keine Ausbildung beginnen oder fortsetzen können.
  • Sozial benachteiligt sind zum Beispiel Jugendliche mit Migrationshintergrund und schlechten Sprachkenntnissen sowie Jugendliche aus schwierigen familiären Verhältnissen.
  • Die Agentur für Arbeit prüft jeden Einzelfall.

Förderhöhe:

Förderungsfähig sind Maßnahmen zur Unterstützung von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern bei administrativen und organisatorischen Aufgaben, die zur betrieblichen Ausbildung gehören. Bildungsträger setzen für die Bundesagentur für Arbeit folgende Module um:

  • Modul 1: Unterstützung zur Schaffung der Ausbildungsvoraussetzungen (z. B. Unterstützung bei der Zulassung als Ausbildungsbetrieb)
  • Modul 2: Prüfung der Berufseignung der Jugendlichen für die Ausbildungsplätze
  • Modul 3: Unterstützung nach Vertragsabschluss (z. B. bei der Organisation von ausbildungsbegleitenden Hilfen)

Besonderheiten:

Bundes- oder Länderprogramme wie „JOBSTARTER – Für die Zukunft ausbilden“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sollen vorrangig eingesetzt werden.

Antragsstellung:

durch den Betrieb bei der zuständigen Agentur für Arbeit

Weitere Informationen hier.

Benachteiligtenförderung

Ziel:

Ausbildungsförderung von Jugendlichen mit Behinderung bzw. Schwerbehinderung (§ 235a, § 236, SGB III)

Zielgruppe:

  • Jugendliche unter 25 Jahren mit einer Behinderung, die ohne Förderung keinen Ausbildungsplatz bekommen würden (§ 236, SGB III)
  • Jugendliche mit einer anerkannten Schwerbehinderung (§ 235a, Abs.1-2, SGB III)
  • Jugendliche mit Lernbehinderung (z. B. in Förderschulen) oder körperlicher Behinderung, die bei der Arbeitsagentur als Rehabilitanden gemeldet sind (§ 236, SGB III)

Voraussetzungen:

  • Als behindert gilt (§ 2, Abs. 1, SGB IX), wer aufgrund von körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkungen bei der Teilhabe am Leben eingeschränkt ist. Die Behinderung muss länger als sechs Monate dauern und von der Arbeitsagentur anerkannt sein. Diese Jugendliche werden Rehabilitanden genannt.
  • Bei Jugendlichen mit einer schweren Behinderung muss der Grad der Behinderung wenigstens 50 (Prozent) betragen. Dies muss vom zuständigen Versorgungsamt anerkannt sein, damit die Förderung greift (§ 235a, Abs.1-2, SGB III).
  • Auch Jugendliche mit einem Behinderungsgrad von 30 oder 40 (Prozent) können von der Agentur für Arbeit als gleichgestellt anerkannt werden und somit die Fördermöglichkeiten genauso nutzen, wie die Zielgruppe mit einer schweren Behinderung.

Förderhöhe:

  • abhängig vom Grad der Behinderung und den vorliegenden Einschränkungen
  • wird von der zuständigen Agentur für Arbeit festgelegt
  • kann zwischen 60 bis 80 Prozent der monatlichen Ausbildungsvergütung im letzten Ausbildungsjahr inklusive des darauf entfallenden Arbeitgeberanteils an der Sozialversicherung betragen

Besonderheiten:

  • kombinierbar mit der Förderung nach Aktion 5 (vgl. Kapitel 4.6)
  • gilt für die Dauer der Ausbildung in einem Ausbildungsberuf
  • Werden Menschen mit einer schweren Behinderung nach einer abgeschlossenen Ausbildung vom Betrieb oder einem anderen Unternehmen übernommen, kann ein Eingliederungszuschuss von bis zu 70 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts für ein Jahr gewährt werden.

Antragsstellung:

  • durch den Betrieb beim Rehabilitations- und Schwerbehinderten-Team der zuständigen Agentur für Arbeit.
  • Unterstützung durch die Integrationsfachdienste

Wir erheben mit den dargestellten Angeboten keinen Anspruch auf Vollständigkeit.