Unterstützte Beschäftigung

Angebotsbeschreibung

Unterstützte Beschäftigung n. SGB IX Wer kann teilnehmen?

Die Unterstützte Beschäftigung richtet sich an Menschen mit einer Behinderung, welche über Potential für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verfügen. Durch individuelle betriebliche Qualifizierung, Einarbeitung und Begleitung im Betrieb ist die Einmündung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis das Ziel der unterstützten Beschäftigung.

Die Anmeldung zur Unterstützten Beschäftigung

Die Anmeldung aller Teilnehmer und Teilnehmerinnen für die Unterstützte Beschäftigung in der BAW Südtondern gGmbH erfolgt durch die Beratungsfachkräfte der Agentur für Arbeit (Tel. 0 18 01 / 55 51 11). Vor Beginn der Maßnahme muss also Kontakt zur Berufsberatung aufgenommen und die Entscheidung getroffen werden, dass eine UB „die richtige Maßnahme“ ist.

Dauer und Begleitung

Die Maßnahme kann bis zu 24 Monate dauern. Sie besteht aus der Orientierungs-, der Qualifizierungs- und der Stabilisierungsphase. Während der gesamten Maßnahme werden die Teilnehmenden und die Betriebe vom Qualifizierungstrainer begleitet.

Zu Beginn der UB – die Orientierungsphase

Um einen erfolgreichen Start zu gewährleisten, findet zu Beginn der unterstützten Beschäftigung ein Aufnahmegespräch (Teilnehmende, Eltern, Bildungsbegleitung) in der BAW Südtondern gGmbH statt. Hier gilt es zu besprechen, welche Fähig- und Fertigkeiten, Neigungen und Interessen auf Seiten des Teilnehmenden vorliegen, welche Branchen, in welcher Entfernung (Erreichbarkeit des Betriebes) in Frage kommen. Das Motto der UB ist „Erst platzieren, dann qualifizieren“. Ziel der Orientierungsphase, die bis zu 8 Wochen dauern kann, ist, dass der Teilnehmer, die Teilnehmerin mit Hilfe des Qualifizierungstrainers einen geeigneten Betrieb findet, in der die berufliche Erprobung stattfinden kann. Die Betriebe werden umfassenden beraten und über die Zielsetzung der UB informiert. Im Anschluss wird über das weitere Vorgehen entschieden. „Passen Teilnehmer / Teilnehmerin und Betrieb zusammen“ ist der Qualifizierungsplatz gefunden.Es folgt die Qualifizierungsphase.

Die Qualifizierungsphase

Die Qualifizierungsphase dient dem vertieften Kennenlernen der betrieblichen Abläufe. Gemeinsam mit allen Beteiligten wird festgehalten, was dem Teilnehmenden besonders gut gelingt und was er / sie am besten kann. Entsprechend gilt es jetzt den Arbeitsplatz einzurichten. Ist dies erfolgreich gelungen, schließt sich die Stabilisierungsphase an.

Die Stabilisierungsphase

Der Teilnehmer, die Teilnehmerin wird in dieser Phase auf seinen/ihren Arbeitsplatz konkret eingearbeitet. Die Arbeitsabläufe werden trainiert und Unsicherheiten verringert; Arbeitsalltag wird gefestigt. Die Stabilisierungsphase endet mit Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis. Der Qualifizierungstrainer Die wichtigsten Aufgaben des Qualifizierungstrainers sind die Begleitung der Teilnehmenden und der Betriebe, ist die Zusammenführung von Teilnehmenden und Betrieb, ist das Entdecken eines geeigneten Arbeitsfeldes. An wöchentlich stattfindenden Projekttagen werden berufsübergreifende und berufsbezogene Kenntnisse, Schlüsselqualifikationen und Persönlichkeitsentwicklung zusätzlich gestärkt. Neben dem trainieren von konkreten Arbeitsabläufen und notwendigen Kenntnissen (z.B. mathematische, technische; Fachbegriffe, Material- und Werkzeugkunde), wird hier auch Team-, Kommunikationsfähigkeit, Umgang mit Krisen- und Stresssituationen geübt. Der Qualifizierungstrainer bereitet die Teilnehmenden ebenfalls auf ggf. erforderliche weitere Qualifikationen, wie z.B. Maschinen-, Gabelstapler-, PKW-Führerschein vor. Der Qualifizierungstrainer unterstützt die Betriebe bedarfs- und situationsbezogen. Er koordiniert mit dem Betrieb gemeinsam die Qualifizierung, berät und bespricht bereits Erreichtes und Förderbedarfe.

Ausbildungsgeld

Bei der Agentur für Arbeit kann ein Antrag auf Ausbildungsgeld gestellt werden.

Die Arbeitszeiten / Urlaub

Die Arbeitszeiten der Teilnehmenden richten sich nach den Arbeitszeiten des Betriebes. Die Projekttage, die in der BAW Südtondern gGmbH stattfinden, dauern von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Es besteht ein Urlaubsanspruch von 2,5 Tagen pro Monat.


Ansprechpartner

Hauke Brückner
Telefon: 0461/96950
E-Mail: h.brueckner@baw-suedtondern.de

Hier findet das Angebot statt

 
Peersweg 20
25899 Niebüll

Infos zum Träger

Anschrift:
BAW Südtondern gGmbH
Peersweg 20
25899 Niebüll
 

weitere Informationen (für Fachkräfte)

Zielgruppe
  • behinderte und von Behinderung bedrohte Jugendliche
  • Jugendliche unter 18 Jahren
  • Junge Erwachsene zwischen 19 und 25 Jahren

Ziele
  • individuelle Betreuung und Begleitung im Übergang
  • Erwerb eines (höheren) Schulabschlusses nach der Regelschule
  • Erwerb/Ausbau von Schlüsselqualifikationen und allgemeinen Basiskompetenzen
  • Erwerb/Ausbau von beruflichen Basiskompetenzen
  • Erwerb von Qualifizierungsbausteinen zum Erlangen eines Berufsabschlusses
  • Praktikum
  • sozialpädagogische Hilfen und/oder psychosoziale Förderung/Stabilisierung
  • finanzielle Unterstützung

Voraussetzungen
  • allgemeinbildende Schulpflicht liegt vor
  • Behinderung
  • Benachteiligung (Lernbeeinträchtigung
  • psychische oder soziale Auffälligkeit)

Zuweisung / Zugang
  • über Arbeitsagentur

Bewerbungsfristen
  • Zuweisung über die Beratungsfachkraft der Arbeitsagentur

Kosten für Teilnehmer
  • nein

Teilnahmedauer
  • bis zu 48 Monaten

Zertifikat
  • ja
  • Abschlusszertifikat

Finanzierung
  • Agentur für Arbeit
  • Mittel des MBF

Art des Angebots / Maßnahme
  • befristetes Programm
  • 31.05.2013

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