Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) Husum

Angebotsbeschreibung

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen der BA sollen auf die Aufnahme einer Ausbildung vorbereiten oder der beruflichen Eingliederung dienen (§ 61 Abs. 1 Nr. 1 SGB III). Ziel der BvB: Vorrangig wird die Vorbereitung und Eingliederung in Ausbildung angestrebt. Unter Beibehaltung dieser vorrangigen Zielsetzung kann auch die Vorbereitung einer Beschäftigungsaufnahme ein paralleles Ziel berufsvorbereitender Bildungsmaßnahmen sein. Zu den wichtigsten Aufgaben gehört es, •den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten hinsichtlich einer möglichen Berufswahl zu überprüfen und zu bewerten, sich im Spektrum geeigneter Berufe zu orientieren und eine Berufswahlentscheidung zu treffen, •den Teilnehmenden die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten für die Aufnahme einer beruflichen Erstausbildung (ggf. auch durch den Erwerb eines Hauptschulabschlusses oder eines gleichwertigen Schulabschlusses) oder - sofern dies (noch) nicht möglich ist - für die Aufnahme einer Beschäftigung zu vermitteln, •die Teilnehmenden möglichst nachhaltig in den Ausbildungs- und/oder Arbeitsmarkt zu integrieren. Weitere Ziele sind: •Vermeidung oder schnelle Beendigung von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit, •Verbesserung der beruflichen Handlungsfähigkeit, •Erhöhung des Qualifikationsniveaus, •Eröffnung und Reaktivierung betrieblicher Qualifizierungsangebote, •Erhöhung des Angebots an Ausbildungs- und Arbeitstellen, •hohe Kundenzufriedenheit. Eine hohe Übergangsquote in Ausbildung und Arbeit soll zu einer Steigerung der Effizienz und Effektivität berufsvorbereitender Bildungsmaßnahmen beitragen. Zielgruppe: Zur Zielgruppe berufsvorbereitender Bildungsmaßnahmen der BA gehören – unabhängig von der erreichten Schulbildung – junge Menschen, sofern sie ohne berufliche Erstausbildung sind, ihre allgemeine Schulpflicht erfüllt und in der Regel das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Zur Zielgruppe zählen insbesondere junge Menschen, •die noch nicht über die erforderliche Ausbildungsreife oder Berufseignung verfügen oder •denen die Aufnahme einer Ausbildung wegen fehlender Übereinstimmung zwischen den Anforderungen des Ausbildungsmarktes und dem persönlichen Bewerberprofil nicht gelungen ist und deren Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen durch die weitere Förderung ihrer beruflichen Handlungsfähigkeit erhöht werden sollen (Steigerung der Vermittelbarkeit). Darunter fallen auch junge Menschen mit komplexem Förderbedarf, •bei denen persönliche Rahmenbedingungen und die familiäre Situation verstärkt berücksichtigt werden müssen und/oder •bei denen vor Maßnahmebeginn zwar keine eindeutige positive Prognose zur Herstellung der Ausbildungsreife vorliegt, die Aufnahme einer Ausbildung aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen ist und die vor Maßnahmebeginn ausreichend motiviert und stabilisiert sind, um eine regelmäßige Teilnahme sicherzustellen. Neben der formalen Zugehörigkeit zur Zielgruppe muss aufgrund der individuellen Situation eine Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme erforderlich sein.Für die Abgrenzung zur Förderung der beruflichen Weiterbildung (auch hinsichtlich der Vorbereitung auf den nachträglichen Erwerb eines Hauptschulabschlusses oder eines gleichwertigen Schulabschlusses) gelten die Regelungen des § 77 Abs. 2 SGB III.  Eine Förderung im Rahmen berufsvorbereitender Bildungsmaßnahmen kommt für junge Menschen (noch) nicht in Betracht, die aufgrund vielfältiger und schwerwiegender Hemmnisse insbesondere im Bereich Motivation/Einstellungen, Schlüsselqualifikationen und sozialer Kompetenzen eine vorgelagerte Stabilisierungsmaßnahme benötigen. Für diesen Personenkreis sind insbesondere Aktivierungshilfen für Jüngere nach § 46 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB III (neu ab 01.01.2009) angezeigt. Diese Fördermöglichkeit besteht auch für Menschen mit Behinderung und im Rechtskreis SGB II aufgrund des § 16 Abs. 1 SGB II.  Für Jugendliche mit komplexem Förderbedarf ist eine besonders sorgfältige Vorauswahl durch die Beratungsfachkraft der Agentur für Arbeit erforderlich. Für Teilnehmende aus dem Rechtskreis SGB II sollte diese Vorauswahl unterstützt werden durch •vorgeschaltete Aktivierungshilfen für Jüngere nach § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 46 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB III oder •gezielt vorbereitende Arbeitsgelegenheiten für Jugendliche.


Ansprechpartner

Bernd Reiner Hansen
Telefon: 04841 - 8043120
E-Mail: brhansen@tsbw.de

Hier findet das Angebot statt

Agentur für Arbeit
Treibweg 2
25813 Husum

Infos zum Träger

Anschrift:
NGF Service GmbH
Treibweg 2
25813 Husum
 

weitere Informationen (für Fachkräfte)

Zielgruppe
  • Arbeitslose und Altbewerber/-innen
  • Ausbildungsabbrecher
  • Ausbildungssuchende
  • Berufsschulpflichtige ohne Ausbildungsplatz
  • Jugendliche unter 18 Jahren
  • junge Eltern
  • Junge Erwachsene zwischen 19 und 25 Jahren
  • Schulabbrecher/-verweigerer

Ziele
  • Kompetenzfeststellung
  • individuelle Betreuung und Begleitung im Übergang
  • Berufsberatung
  • Erwerb eines Schulabschlusses während der Schulzeit
  • Erwerb/Ausbau von Schlüsselqualifikationen und allgemeinen Basiskompetenzen
  • Erwerb/Ausbau von beruflichen Basiskompetenzen
  • Erwerb von Qualifizierungsbausteinen zum Erlangen eines Berufsabschlusses
  • Sprachförderung
  • Praktikum
  • Unterstützung bei der Ausbildungssuche
  • sozialpädagogische Hilfen und/oder psychosoziale Förderung/Stabilisierung
  • Beratung
  • Beschäftigung bzw. Integration in Arbeit

Voraussetzungen
  • Benachteiligung (Lernbeeinträchtigung
  • psychische oder soziale Auffälligkeit)

Berufsfelder
  • Wirtschaft/Verwaltung
  • Metall und Elektro
  • Bau/Ausbau und Holz
  • Gastgewerbe
  • Hauswirtschaft und Nahrungsmittelherstellung
  • Ernährung, Lager, Handel

Zuweisung / Zugang
  • über Arbeitsagentur

Bewerbungsfristen
  • Eine Zuweisung erfolgt ausschließlich über die Agentur für Arbeit.

Kosten für Teilnehmer
  • nein
  • Das Angebot wird durch die Agentur für Arbeit getragen. In der Regel können Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)-Anträge gestellt werden.

Teilnahmedauer
  • In der Regel dauert die BvB 10 Monate.

Zertifikat
  • ja

Rechtsgrundlage
  • SGB III

Finanzierung
  • Agentur für Arbeit

Art des Angebots / Maßnahme
  • befristetes Programm
  • Es handelt sich um eine ausgeschriebene Maßnahme der Agentur für Arbeit mit dem Vertragszeitraum vom 05.09.2011 bis 04.09.2013.

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