Berufsvorbereitung-Reha

Angebotsbeschreibung

Die 11-monatige bzw. für Rehateilnehmer und Rehateilnehmerinnen 11-monatige individuelle Qualifizierung hat zum Ziel, die Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen unserer Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu erhöhen. Folgende im Mittelpunkt stehende „Teilziele“ sollen gemeinsam erreicht werden:

  • Treffen einer abgesicherten Berufswahlentscheidung
  • Aneignen fachpraktischer und fachtheoretischer Grundlagen durch die Arbeit in der Werkstatt
  • Training grundlegender Arbeitskompetenzen und Schlüsselqualifikationen (Motivation, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit…)
  • Erfolgreicher Besuch der Berufsschule (Berufsschul- und / oder Hauptschulabschluss).

Im Idealfall endet die Berufsvorbereitung mit der Aufnahme einer Ausbildung oder Arbeit. Beginn der BvB Um einen erfolgreichen Start zu gewährleisten, findet zu Beginn der Berufsvorbereitung ein Aufnahmegespräch (Teilnehmende, Eltern, Bildungsbegleitung) in der BAW Südtondern gGmbH statt. Hier werden die individuellen Zielsetzungen, Erwartungen und Möglichkeiten einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme besprochen. Es folgt in der Regel eine 14tägige Eignungsanalyse, in der wir die Stärken und Entwicklungskompetenzen unserer Teilnehmer und Teilnehmerinnen individuell erfassen, dokumentieren und mit ihnen besprechen (Rückmeldung / Feedback).

Alle Ziele, Aufgaben und Fortschritte werden von der Bildungsbegleitung im Qualifizierungsplan festgehalten. Team Bei der betriebsähnlichen Arbeit in unseren Werkstätten werden die Jugendlichen von qualifizierten Fachkräften (überwiegend mit Meister/Meisterinnenqualifikation) angeleitet. Handlungsorientierung, Stärkenorientierung, Wertschätzung und das Schaffen von Erfolgserlebnissen sind dabei unsere wichtigsten Grundsätze.

Bei der Bewältigung des Alltags und in Krisenfällen/Problemlagen berät und unterstützt unsere sozialpädagogische Begleitung die Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Die Bildungsbegleitung ist koordinierende Ansprechpartnerin für Eltern / Erziehungsberechtigte, Praktikumsbetriebe, ggf. weitere Institutionen, wie Beratungsstellen und auch die Berufsschule.

Die Berufsschule

In der Berufsschule werden unsere Teilnehmer und Teilnehmerinnen in werkstattbezogenen Klassen (Fachkunde) unterrichtet. Zudem besteht die Möglichkeit bei entsprechender Leistung den Hauptschulabschluss zu erlangen. Unterstützend erhalten die Jugendlichen in der BAW Förderunterricht, insbesondere in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Praktikum Um die Anforderungen des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes besser kennen zu lernen und die, in der BAW erlernten Fähig- und Fertigkeiten, unter Beweis stellen zu können, absolvieren die Jugendlichen Praktika. Bei der Auswahl (Akquise) des „richtigen Betriebes“ ist die Bildungsbegleitung behilflich. Sie bereitet die Teilnehmenden vor, begleitet sie während des Praktikums, hält den Kontakt zu den Ansprechpartnern und Anleitern im Betrieb und bespricht mit den Teilnehmenden die Ergebnisse. Bewerbungstraining ist selbstverständlich integraler Bestandteil der Berufsvorbereitung.

Die Werkstätten

Die Zuweisung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen in die verschiedenen Maßnahmenangebote erfolgt durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit vor Beginn der Maßnahme und ist unter anderem vom Berufswunsch und Kompetenzprofil des Jugendlichen abhängig. Derzeit findet die berufliche Qualifizierung in folgenden Werkstätten statt:

  • Hotel / Gaststätten (insbesondere Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe)
  • Hauswirtschaft (insbesondere Hauswirtschafter/in, Hauswirtschaftshelfer/in, Fachkraft im Gastgewerbe)
  • Farbe / Raumgestaltung (insbesondere Maler/in und Lackierer/in)
  • Holz (insbesondere Zimmerer/in, Tischler/in)
  • Metall (alle Tätigkeiten und Berufe, die sich mit der Be- und Verarbeitung von Metall befassen) 
  • Lager/Handel (insbesondere Fachkraft für Lagerlogistik, Lagerfachhelfer, Einzelhandel, Verkäufer/in) 
  • Wirtschaft/Verwaltung (insbesondere kaufmännische Berufe und Berufe im Verwaltungsbereich)
  • Gesundheit und Soziales (insbesondere Berufe wie medizinische- und zahnmedizinische Fachangestellte, Altenpfleger/in, Erzieher/in).

Eintrittstermine

Der Eintrittstermin variiert jährlich, ist jedoch auf Anfang September eines jeden Jahres festgelegt. Darüber hinaus sind in Absprache mit der Berufsberatung jederzeit auch spätere Einstiege / Aufnahmen möglich.

Die „Übergangqualifizierer“

Sogenannte Übergangsqualifizierer beginnen die Maßnahme in der Regel Anfang November eines jeden Jahres. Auch hier gilt, dass spätere Eintrittstermine jederzeit möglich sind. Übergangsqualifizierer sind Jugendliche, die bereits eine abgesicherte Berufswahlentscheidung getroffen haben, denen die Aufnahme einer Ausbildung jedoch nicht gelungen ist. Diese Teilnehmer und Teilnehmerinnen beginnen ohne die oben benannte Eignungsanalyse und können bis zu 9 Monate in der Berufsvorbereitung qualifiziert werden.

Berufsausbildungsbeihilfe

Bei der Agentur für Arbeit kann ein Antrag auf Berufsausbildungsbeihilfe gestellt werden. Zudem werden die Fahrkosten von der Agentur erstattet.

Wohnheim

In begründeten Einzelfällen kann eine Aufnahme in unser 5-Tage-Wohnheim erfolgen. Auch dies muss mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit besprochen und von dieser genehmigt werden.

Die Arbeitszeiten / Urlaub

Unsere Arbeitszeiten sind montags bis donnerstags 07:45 Uhr bis 17:00; freitags bis 14:15 Uhr. Unsere Teilnehmenden haben 2,5 Tage Urlaub pro Monat.


Ansprechpartner

Hauke Brückner
Telefon: 0461/96950
E-Mail: h.brueckner@baw-suedtondern.de

Hier findet das Angebot statt

 
Peersweg 20
25899 Niebüll

Infos zum Träger

Anschrift:
BAW Südtondern gGmbH
Peersweg 20
25899 Niebüll
 

weitere Informationen (für Fachkräfte)

Zielgruppe
  • behinderte und von Behinderung bedrohte Jugendliche
  • Berufsschulpflichtige ohne Ausbildungsplatz
  • Jugendliche in einer Übergangsmaßnahme
  • Jugendliche unter 18 Jahren

Ziele
  • Kompetenzfeststellung
  • individuelle Betreuung und Begleitung im Übergang
  • Berufsberatung
  • Erwerb eines Schulabschlusses während der Schulzeit
  • Erwerb eines (höheren) Schulabschlusses nach der Regelschule
  • Erwerb/Ausbau von Schlüsselqualifikationen und allgemeinen Basiskompetenzen
  • Erwerb/Ausbau von beruflichen Basiskompetenzen
  • Erwerb von Qualifizierungsbausteinen zum Erlangen eines Berufsabschlusses
  • Sprachförderung
  • Praktikum
  • Unterstützung bei der Ausbildungssuche
  • sozialpädagogische Hilfen und/oder psychosoziale Förderung/Stabilisierung
  • finanzielle Unterstützung
  • Beratung
  • Beschäftigung bzw. Integration in Arbeit

Voraussetzungen
  • allgemeinbildende Schulpflicht ist erfüllt
  • Behinderung
  • Benachteiligung (Lernbeeinträchtigung
  • psychische oder soziale Auffälligkeit)

Berufsfelder
  • Wirtschaft/Verwaltung
  • Metall und Elektro
  • Bau/Ausbau und Holz
  • Dienstleistungen
  • Kraftfahrzeuge
  • Transport und Logistik
  • Verkauf und Kundenberatung
  • Gastgewerbe
  • Hauswirtschaft und Nahrungsmittelherstellung
  • Raum-
  • Form-
  • Farbgestaltung und Medientechnik
  • Sozialarbeit und Erziehung

Zuweisung / Zugang
  • über Arbeitsagentur

Bewerbungsfristen
  • Zuweisung erfolgt über die Beratungsfachkraft der Arbeitsagentur und ist jederzeit möglich

Kosten für Teilnehmer
  • nein

Teilnahmedauer
  • 11 Monate

Zertifikat
  • ja
  • Zertifikat - Abschlussurkunde - Hauptschulsabschlusszeugnis

Rechtsgrundlage
  • SGB VIII

Finanzierung
  • Agentur für Arbeit

Art des Angebots / Maßnahme
  • befristetes Programm
  • 05.09.2013

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